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Anouk‘s Familie berichtet über ihren Besuch in unserem Tierheim in Varna

„Zwei aufregende und besondere Tage liegen hinter uns. Gestern waren wir in Varna und haben Illiana und viele tolle Hunde kennengelernt. Ein Tierheim - ganz anders als in Deutschland. Ja, so war es! Ganz anders. Irgendwo im Nirgendwo trafen wir auf Illiana. Von Weitem hörten wir schon die sehnlichst erwarteten Hunde. Illiana bat uns durch das Tor hinein und wir kamen in einer anderen Welt an. Denn hier waren wir nicht mehr im Nirgendwo. Wir waren angekommen. So fühlte es sich an. Angekommen in einem Nest voller Geborgenheit, Liebe und Zuwendung.
Wir durften uns alles ansehen und sehr zurückhaltend und vorsichtig erzählte sie uns, was alles noch gemacht werden muss. Die einzelnen ‚Zimmer‘ müssen höher gebaut werden -sie haben bereits damit begonnen- die Wände isoliert und Fenster eingebaut werden. Alles im Bau.

 

Sie können stolz auf das sein, was sie da leisten und müssen nicht zurückhaltend und vorsichtig sein. Mit wenig Möglichkeiten und leider auch wenig Geld versuchen sie alles möglich zu machen. Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Das sieht man, aber Illiana füllt jede Lücke mit ihrer Zuneigung und Liebe zu den Tieren. Es ist wirklich anders als in Deutschland - sehr viel weniger Geld und vermutlich so viel mehr Liebe, Zeit und Zuwendung, die den Fellnasen zukommt.
Wir lernten Mere und ihre kleinen Rabauken kennen. Mere, die uns mit ganz treuem Blick ansah und sich freute, Besuch zu empfangen. Stolz präsentierte sie uns ihre Kleinen. Wild und süß! Wir haben dann das Bällebad aufgebaut, damit die Kleinen ihren neuen Abenteuerspielplatz ausprobieren konnten! Die ‚Kids‘ hatten so gar keine Scheu vor den Bällen. Ludmilla ganz vorne weg. Sie sprang freudig hinein und auch wieder raus. Vollkommen begeistert über die Abwechslung. Illiana erzählte uns, dass sie nun Freyas Kleine gerne holen möchte, die dann zum ersten Mal im Außengelände seien. Einen nach dem anderen trug sie behutsam zum Bällebad.

 

Ganz schön aufregend. Freya hat ihre Jungen liebevoll begleitet. Sie hat sich jeden Schritt angesehen und war sehr präsent. Was für eine liebevolle Mutter! Die Kuhbabys reagierten sehr unterschiedlich. Manche gingen sofort forsch dem neuen Abenteuer nach und fanden es sichtlich spannend. Andere blieben eher zurückhaltend. So viel Neues auf einmal. Nach und nach fanden sie dann aber doch alle Gefallen an den bunten, weichen Bällen.
Als der erste bereits einschlief, wurden alle zurück in ihren gemütlich warmen Schlafbereich gebracht. Dort säugte Freya ihre Jungen noch und dann schliefen sie alle nah aneinander gekuschelt ein. Was für ein liebliches Bild! Conny war dann auch an der Reihe raus zu kommen. Sie war wirklich sehr aufgeschlossen und fröhlich, tobte und sprang vor Freude in die Luft. Für Leckerlies setzte sie sich aber ganz brav hin und wartete geduldig. Smilla war sehr zurückhaltend. Sie zog es vor in ihrem Bereich in Ruhe liegen zu bleiben und dem bunten Treiben draußen nicht beizuwohnen. Sara hingegen konnte es gar nicht abwarten mit zu uns raus zu kommen.

 

Die Schäferhund-(Mischlings-)Dame war sehr offen für Menschen und freute sich über Zuwendung. Uns fiel bei jedem der Hunde auf, dass sie unglaublich menschenbezogen und lieb waren. Keine Aggressionen, keine Scheu. Sie waren sofort präsent. Einige hörten schon auf erste Kommandos, die Illiana ihnen beibringt. Sie hatten spieltrieb, waren neugierig und fröhlich - und eins sah man allen an: Sie fühlen sich wohl, weil sich um sie gekümmert wird.
Wir waren beeindruckt von so viel Energie und so viel Engagement! Und wir waren beeindruckt von diesen unfassbar wundervollen Wesen, die dort leben.
Ein Tierheim - ganz anders als in Deutschland. Das auf jeden Fall. Es werden nicht mal eben neue Spielsachen und Decken gekauft, sondern es muss darauf gewartet werden, dass es Menschen gibt, die den Bedarf erkennen und bereit sind, etwas zu spenden.
Und noch etwas ist anders. Fast täglich gehen in Deutschland Menschen ins Tierheim, weil sie sich ein Tier aussuchen und adoptieren möchten. Das geschieht hier nicht. Denn würde das hier bei Illiana so sein, dann wäre dieses Tierheim leer, denn keiner dieser Hunde würde mehrmals gesehen ohne mitgenommen zu werden. Da sind wir uns sicher!
Großartige Arbeit - liebevolles Zwischenzuhause - tolle Vorbereitungszeit für ihre Familien! Darauf könnt ihr stolz sein! Sehr stolz!“

Wir danken euch für eure Mühe, eure Eindrücke mit uns zu teilen und diese fantastischen Aufnahmen.❤

Anouks Familie in Grandpa´s Mitten

Nachdem Anouk‘s Familie Iliana’s Tierheim in Varna besucht hatte, waren sie am nächsten Tag in Grandpas Mitten eingeladen und durften dort Radostina und Jana bei ihrer Arbeit begleiten. Dies sind ihre Eindrücke:
„Heute waren wir dann in Burgas und haben Radostina und Jana besucht. Die Anfahrt wirkte ähnlich wie in Varna - irgendwo im Nirgendwo erwarteten sie uns schon. Schon bei der Anfahrt ahnten wir, dass dieses Tierheim größer sein würde, als das kleine Gemütliche von Illiana.
Radostina empfing uns sehr herzlich und freute sich darüber, dass wir sie heute mit der Kamera begleiten wollten. Sie zeigte uns den Bereich, der bald ausgebaut werden soll und ging mit uns raus auf das Außengelände, wo wir dann die vielen Hunde sahen. Ein tolles Gelände, was mit Sicherheit noch ausbaufähig ist, aber jetzt schon Platz zum Laufen bietet.
Besonders lieb begrüßt wurden wir von Odin und Lady, die beide nicht in dem Bereich der anderen Hunde waren. Sie hielten sich außerhalb auf und schienen das auch gar nicht so schlecht zu finden. Odin freute sich über Streicheleinheiten und Leckerlies. Lady wollte erst einmal nur gestreichelt werden. Das kannten wir schon von gestern. Hunde, die sich freuten, uns zu sehen.
Wir fingen im linken Bereich an und gingen zu den Hunden rein. Mitko war außer Rand und Band als er uns zu ihm kommen sah und konnte sein Glück kaum fassen. Er sprang an mir hoch und blieb die gesamte Zeit an meiner Seite. Nachdem er geschafft hatte, dass ich mich auf den Boden gelegt habe (eher unfreiwillig - er sprang mir auf den Schoß, als ich mich hinhockte und kaum Gleichgewicht halten konnte), legte er sich auf meine Beine und wurde ganz ruhig. Er ließ sich streicheln und sah mir tief in die Augen. Girlie beäugte das ganz Spiel mit sicherem Abstand. Sie kam immer wieder dazu, um auch ein Leckerlie zu erhalten, aber mehr brauchte sie heute nicht. Leti hingegen genoss die Streicheleinheiten ähnlich wie Mitko sehr und kam immer wieder ganz nah zu mir.

Was für ein toller Start hier im Tierheim! All das war uns von gestern schon so vertraut und wir erkannten Parallelen. Hunde, die an Menschen gewöhnt waren und ihnen freudig entgegen traten. Angel wurde uns dann von Radostina noch dazu gebracht - wo wir doch schon so vertraut mit allem waren. Aufgrund des lieblichen Namens erwarteten wir einen ruhigen besonnenen Rüden, der dann doch ganz anders lebhaft bei uns ankam. Angel war so voller Freude, dass er aus dem Stand knapp 1,50 Meter hoch springen konnte. Er tat es auch. Beinahe hätte er Andrea sogar die Kamera vor dem Gesicht weggerissen, weil er dachte, das sei etwas zu spielen. Genau das war es: Er wollte spielen. Er forderte einen regelrecht dazu auf, dass man sich mit ihm beschäftigte. Den anderen war das zu wild, und sie suchten sich einen Platz mit sicherem Abstand zu Angel. Sicher ist sicher. Denn dieser jung wirkende, nicht ganz so zarte Herr hatte ordentlich Kraft. Aber wir verstanden uns. Er wollte spielen - ich hatte Zeit zum Spielen. Wenn auch nur begrenzt, denn ganz viele andere wundervolle Hunde warteten auf uns.

Weiter ging es zu dem schüchternen Cäsar, dem kleinen aufgeweckten und lebenslustigen Benji, Mr. Fox und Ghost. Cäsar, der mit Jana an der Leine geübt hatte, war sehr zurückhaltend und beobachtete uns - oder Benji, der unsere volle Aufmerksamkeit haben wollte. Ghost wich uns auch nicht mehr von der Seite, als er begriff, dass wir herrliche Leckereien in unseren Jackentaschen für sie bereit hielten. Mr. Fox saß da und dachte sich wohl: Die kommen schon noch zu mir, wenn sie was von mir wollen. Ja und so war es dann auch. Natürlich wollten wir auch ihn streicheln und kennenlernen. Bisher war alles so wie gestern. Cäsar erinnerte an Smilla, Benji an die Welpen von Mere und die anderen - ja die glichen einfach Hunden, die ein Zuhause suchen. Balou und Jester empfingen uns freudig und holten sich ihre Kuscheleinheiten ab und genossen obendrein noch die Leckereien, die wir ihnen gerne gaben. Balou trug voller Stolz sein Geschirr, was wir ihm angezogen hatten, um eine Runde mit ihm raus spazieren zu gehen. Da hörte bei Jester der Spaß allerdings auf und er verkroch sich in der Hütte. Auf einen Spaziergang hatte er irgendwie keine wirkliche Lust. Wir gaben nach. Vielleicht hatte er auch mit der Kuscheleinheit von Jana geliebäugelt, die er wenige Minuten später in vollen Zügen genossen hat. Alles so ähnlich zu gestern. Zwei Tierheime in Bulgarien, in denen Tiere voller freudiger Erwartung auf einen Menschen leben, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen und ihm Liebe schenken dürfen.
Wir haben nicht gesehen, wie viel Arbeit darin steckt, genau dort hin zu kommen. Das konnten wir nicht ahnen. Woher auch? Bisher hatten wir nur das gesehen.
Dann durften wir zu den Hunden, die relativ neu da waren und sich noch eingewöhnen müssen. Und spätestens jetzt war klar, dass Bulgarien nicht besonders freundliche und menschenbezogene Hunde hat, sondern all die freiwilligen und engagierten Helfer ihnen ermöglichen, wieder so viel Nähe zuzulassen und sich über Menschen freuen zu können. Diese Hunde freuten sich nicht so offensichtlich, dass wir kamen. Sie bellten und mit jedem Schritt auf sie zu, zogen sie sich in ihre sichere Höhle zurück. Sie waren sichtlich verängstigt. Was werden sie wohl erlebt haben?! Sie fanden in der kurzen Zeit kaum Vertrauen zu uns. Selbst die Leckerlies ließen sie teilweise liegen. Langsam mussten wir uns bewegen, um überhaupt von ihnen positiv beachtet zu werden. Am besten aber war gar nicht bewegen. Neugierig kamen sie dann zu uns und beäugten auch vor allem die große Kamera. Aufregend. So anders. Aber so nachvollziehbar. Jetzt waren wir bei den Anfängen, da wo alles beginnt, wenn hier Hunde aus dem Müll, aus den Gräben oder von den Ketten gerettet werden. Ihnen schenken Radostina und Jana besonders viel Aufmerksamkeit. Sie müssen in die Gesellschaft wieder integriert werden. Sie müssen Vertrauen finden, damit sie wieder bedingungslos lieben können. Jetzt erst verstehen wir, was Illiana, Radostina, Jana und all die Helfer hier vor Ort täglich neben der Pflege und der Fürsorge leisten.
Sie versuchen diesen verletzten Seelen mit sehr viel schlechter Erfahrung und einer unvorstellbaren Vergangenheit wieder Schutz zu geben und ihnen beizubringen, dass sie dem Wesen, das ihnen all das Furchtbare angetan hat, eine zweite Chance geben: Uns Menschen. Und das gelingt ihnen, weil sie alle diese Tiere lieben und ihr Leben jeden Tag nach ihnen ausrichten!
Wir verließen die ängstlichen Hunde, die so gar keine Nähe wollten und beobachten von außen, was sie taten, als Radostina und Jana das Gehege betraten: Sie freuten sich. Die beiden hatten den ersten Schritt schon getan. Ihnen glaubten sie schon, dass sie es gut mit ihnen meinen. Ein erster Schritt Richtung Mensch. Wir waren überwältigt von unseren beiden Tagen in Varna und Burgas, überwältigt von Illiana, Radostina und Jana. Überwältigt von diesen wundervollen Tieren. Überwältigt davon, irgendwo im Nirgendwo ein Zwischenzuhause zu schaffen, das geschundene Seelen aufnimmt und am Ende geheilte Seelen abgibt!
Ihr könnt alle stolz auf euch sein!
Danke, dass wir teilhaben durften, danke, dass wir euch bei eurer Arbeit begleiten durften. Danke für Euch an diesem Fleckchen Erde! Ihr werdet hier gebraucht!“
Wer Interesse hat, sich auch einmal vor Ort selbst einen Eindruck zu verschaffen, ist jederzeit willkommen uns bei unseren Auslandseinsätzen zu begleiten! Sprecht uns einfach an!

Aktueller Stand 0000...
5000 ist wenn man es näher betrachtet keine große Zahl, vielleicht die Einwohnerzahl einer Kleinstadt. In Deutschland leben über 80 Millionen Menschen, alleine Köln hat über 1 Million Einwohner.
10 Euro sind für die meisten Menschen nicht viel Geld, wie oft geben wir 10 Euro für etwas vollkommen sinnloses aus und merken es nicht mal.
Dennoch könnten 5000 Menschen mit nur einem kleinen Beitrag ein riesiges Projekt erschaffen, welches das Leben von tausenden von Straßenhunden retten kann und nachhaltig etwas bewegt, um die Situation vor Ort zu verbessern, daher möchten wir euch bitten, uns dabei zu unterstützen!

Wir möchten ein Tierheim nach europäischen Standards bauen, das zum einen fortschrittlich ausgestattet sein und nicht nur zur Aufbewahrung dienen soll, Hundehöllen gibt es bereits genug in Bulgarien. Ziel ist es, dass die Streuner auf den Straßen weniger werden, wir Arbeitsplätze vor Ort schaffen können, Ehrenamtler eine Anlaufstelle haben und wir auf Dauer durch Kastrationen das allgemeine Problem der Straßenhunde drastisch reduzieren können. Gnadenplätze sollen geschaffen werden. Es soll eine Hilfe zur Selbsthilfe für die bulgarische Bevölkerung darstellen und im Gegensatz zu den öffentlichen Tierheimen für die Tiere ein Ort sein, wo sie sich Zuhause fühlen können, damit der Aufenthalt dort keine Qual darstellt.

Wir möchten den Bulgaren den Umgang mit Hunden wieder näher bringen, ihnen zeigen, was sie brauchen und wie man ein harmonisches Zusammenleben gestalten kann ohne Leid und Qualen. Wir möchten Schulen und Kindergärten in unser Tierheim einladen, um die Aufklärung im Kindesalter zu beginnen, ihnen zeigen, dass Tiere etwas positives sind und verdienen geschützt und respektiert zu werden. Es soll ein Ort werden, wo Mensch und Hund wieder zueinander finden können und sich wohl fühlen.
Für 50.000 Euro könnten wir das verwirklichen und selbst das ist, wenn man es genau betrachtet, keine riesige Zahl. Jedes Festival hat mehr Besucher. Es muss eine Veränderung geschehen und das können die Menschen vor Ort nicht alleine schaffen.

Viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten können das Gesicht der Welt verändern! Seid ihr dabei?
Verwendungszweck „5000x10“
Spendenkonto:
Paypal: tapferepfoten@gmail.com
oder bei der Skatbank:
Iban: DE21 8306 5408 0004 0613 49
BIC: GENODEEF1SL2
Unser Verein ist anerkannt gemeinnützig.Bei höheren Spenden können wir euch gerne eine Spendenquittung ausstellen. Wenn ihr diese benötigt, schreibt uns gerne an und wir senden euch diese zu:
fred.tapferepfoten@gmail.com

Wintereinbruch in Burgas

Der frühe Wintereinbruch in Bulgarien hat uns trotz knapper finanzieller Mittel gezwungen aktiv zu werden. So haben wir nun die Boxenanlage draussen mit durchsichtigen Planen verhangen, damit Wind, Regen und Schnee kein durchkommen mehr haben. So sind unserer Fellnasen nun geschützter.

 

Auch Innen haben unsere Tierschützer begonnen, die Quarantäneboxen zu bauen. Hier hoffen wir so bald wie möglich fertig zu werden, damit auch wieder äusserlich nicht so gesunde Hunde aufgenommen werden können.

 

Diese Arbeiten haben unsere knappen Rücklagen nahezu aufgefressen. Gelder die ursprünglich dafür gedacht waren, das Gebüde mit weiteren Fenstern zu versehen und Rücklagen für Tierarztkosten mussten angepackt werden.

 

Wir hoffen darauf, dass der Spendenmarathon des Futterschops hilft, zumindest die Sorge um die Fütterung der Tiere zu nehmen. Wir sind aber weiterhin auf Eure Unterstützung angewiesen, um baldmöglichst die Baumaßnahmen weiter zu führen.

 

Noch steht das Abdichten des Daches und die Fertigstellung der Kanalisation auf dem Programm. Alles erforderlich, um die Hunde auch im Gebäude unterzubringen.

 

Bitte lasst also nicht nach, uns mit Euren Spenden zu unterstützen!! Wir danken Euch von Herzen!!


Unser Auslandsaufenthalt in Burgas (Septembr 2018)

 

Viele von Euch haben sicher unsere Berichte aus unserem Auslandseinsatz verfolgt. Hier möchten wir euch eine Zusammenfassung der Woche geben.

 

Am 15.09. starteten Christin, Nancy und Fred mit dem PKW und Anhänger Richtung Burgas. Wir haben diesen Weg gewählt, um die vielen Spenden von Euch direkt zu unseren Fellnasen zu bringen; auch wenn dies jeweils rund 34 Stunden Autofahrt bedeutete. Ann-Katrin und Denise kamen am 17.09. mit dem Flugzeug zu uns. Während der Woche begleitete uns wieder unser Teammitglied Desi. Ihr gilt unser besonderer Dank für ihre Unterstützung. Auch Radostina war mit uns unterwegs soweit es ihre Zeit zuließ. Das ist nicht immer leicht, denn Radostina kümmert sich überwiegend um ihre kleine Tochter, die in diesem Jahr zu Welt kam und sicher auch einmal engagierte Tierschützerin wird.

 

Untergebracht waren wir in einem kleinen Hotel in der Nähe von Grandpa´s Mitten. Dort hatten wir kleine Zimmer angemietet und konnten von dort aus schnell zu unseren Hunde gelangen. Die Verkehrswege in Bulgarien sind mit den unseren leider nicht zu vergleichen. Oft geht es nur über Schotterstrassen weiter, so dass kurze Wege wichtig sind.

 

Die Woche dort war sehr arbeitsreich. Auch wenn unser Team vor Ort in den letzten Monaten schon viel erreicht hat. Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle unseren Tierschützer Sabi. Er ist der Vater von Miglena, der Vorsitzenden der Animal Friends Foundation. Er ist inzwischen Rentner und könnte sicher seinen Lebensabend entspannter verbringen, als täglich für die Hunde zu arbeiten. Er ist derjenige, der unermüdlich an der Anlage baut und werkelt dabei aber auch zwischendurch immer ein liebes Wort und Streicheleinheiten für die Hunde hat. Unterstützt wird er von Todor, der überwiegend die Versorgung der Hunde mit Füttern und reinigen der Anlage im Blick hat.

 

Die Innenanlage ist inzwischen mit großzügigen Gehegen und einer Überdachung ausgestattet. Auch das Setzen des Zaunes um die Anlage herum ist begonnen. Die bunten Hundehütten lassen die Anlage freundlich aussehen. Neben all diesen Arbeiten kommen die kleinen Dinge zu kurz. Daher haben wir es uns zum Job gemacht, etwas Ordnung hinein zu bringen, Wir haben die Lager für die Reiningungsmittel und die medizinischen Utensilien aufgeräumt, Regale gebaut und alles einsortiert. Auch die "Futterkammer" brauchte eine Generalüberholung um unsere Spenden dann dort gut unterzubringen.

 

Innerhalb der großen Gehege war es notwendig, kleinere Zwinger zu bauen, in denen nicht sofort verträgliche Hunde untergebracht werden oder andere isoliert werden können. Da ist zum Beispiel die kleine Susi; unkastriert und läufig. Sie wird von den anderen daher bedrängt und benötigt Schutz. Bei diesem Bau konnten wir auch unsere Hilfe leisten.

Wir haben uns aber auch viel Zeit genommen, um mit den Fellnasen zu spielen, sie zu bürsten, Gassi zu führen oder einfach nur zu Schmusen. Unser Herz geht auf, wenn wir sehen, wie glücklich die Hunde in diesen Momenten sind. Im Shelteralltag bleibt dafür leider nicht viel Zeit.

Auch mehrfache Fahrten mit einzelnen oder mehreren Hunden zum Tierarzt nach Burgas standen auf dem Programm. Nicht zuletzt haben wir in diesen paar Tagen 4 Hunden eine neue Perspektive gegeben. Fortuna, die wir schon am ersten Tag an einer Tankstelle trafen als sie dort vom Besitzer vertrieben werden sollte. Oskar und Lilly, deren ruf um Hilfe von einer Bulgarien an uns weiter getragen wurde, weil sie sonst sicher von Menschen dort vertrieben oder gar getötet werden solten. Und nicht zu vergessen Abby, die uns kurz vor Abfahrt in die Arme lief. Leider haben wir aber auch sehr viele Hunde auf den Strassen gesehen, denen wir leider nicht helfen konnten. Noch ist Grandpa´s Mitten nicht so weit, dass wir mehr Hunde aufnehmen können. Da blutete uns schon manches mal das Herz. Vor allem mangelt es noch immer an einer Quarantäne- und Krankenstation. Der Innennausbau ist auch noch nicht so weit. Inzwischen konnte aber mit den usschachtungsarbeiten für die Kanalisation begonnen werden.

 

 

Schnell sind die paar Tage verflogen; wie sehr haben wir uns gewünscht, mehr Zeit mit unseren Fellnasen zu verbringen. Und beim Abschied von ihnen sind viele Tränen geflossen. Für ein paar von diesen Hunden können wir sicher noch ein warmes Körbchen in Familien finden. Viele aber werden auch den Winter im Shelter verbringen müssen. Besonders erwähnen möchten wir hier Odin. Ein liebenswerter verspielter und menschenliebender junger Rüde, der leider das Makel eines Listenhundes hat. So dürfen wir ihn nicht nach Deutschland bringen und er wird sein Leben wohl im Shelter verbringen müssen.

Da wir nicht ausreichende finanzielle Mittel haben, wird es uns nicht gelingen den Innenausbau schneller voranzutreiben. Trotz vieler Eurer Spenden, für die wir im Namen der Hunde nochmals herzlich danken, reicht es nicht aus. Zu groß ist wohl das Vorhaben den Hunden ein einigermaßen angenehmes Leben im Shelter zu ermöglichen. Denn neben den Baukosten treiben uns auch die Kosten für die medizinische Versorgung der Hunde Falten ins Gesicht. Missi, die inzwischen an einem Bein operiert werden konnte, braucht eine weitere Operation. Susi und Oskar, beide leiden unter Herzwürmern verbunden mit einer mehrmonatigen Behandlung. Und nicht zuletzt Galin, der dringend eine Operation an den Kniegelenken benötigt. Diese können wir aber nur in Deutschland durchführen lassen. Hierfür braucht er eine Pflegestelle, die ihn während der Zeit nach der Operation betreuen kann. Das sind nur einige Beispiele.

Nicht zuletzt möchten wir aber noch einmal euch allen hier danken. Danken dafür, dass ihr Interesse an unserer Arbeit und an unseren Hunden zeigt. Danken dafür, dass ihr unsere Beiträge teilt und so für eine weite Verbreitung sorgt. Und danken dafür, dass Ihr uns so zahlreich auch mit euren Spenden unterstützt!!

 


„Hier will ich wohnen!“
🌸Die Geschichte zu „Grandpas Mitten“🌸
             
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Einige werden sich vielleicht fragen, wie der Name „Grandpas Mitten“ zustande kommt. Übersetzt heißt es „Opas Fäustling“ und beruht auf einem ukrainischen Märchen, in dem ein Großvater seinen Handschuh verliert und verschiedene Tiere diesen als Unterschlupf nutzen, um den kalten Winter zu überstehen.
Und genau das möchten wir mit „Grandpas Mitten“ erreichen. Es soll ein sicherer Ort für die Tiere sein, die niemanden haben, der für sie sorgt. Sie sollen dort ein warmes Plätzchen, einen vollen Bauch und Zuwendung bekommen. Auch möchten wir dort Tieren einen Unterschlupf bieten, die keine Chance mehr auf eine Vermittlung haben, damit sie dort in Würde alt werden können. Es soll Müttern mit ihren Welpen Unterschlupf bieten, Hunden und Katzen nach der Kastration einen sicheren Ort geben, wo sie wieder zu Kräften kommen, um sie danach wieder an ihre gewohnten Plätze oder zu ihren Besitzern zu bringen, sofern sie dort in Sicherheit leben können und kranken und verletzten Tieren die Möglichkeit geben, wieder gesund zu werden oder ihre mitunter traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.Es soll den Tieren vor Ort Hoffnung geben.
Ein kleiner Stein kann bereits eine Lawine auslösen und so lange wir zusammen halten und unser Ziel nicht aus den Augen verlieren, werden wir eines Tages ein Zeichen für die Hunde und Katzen in Burgas setzen.
Wenn auch ihr euch auf den Mauern von „Grandpas Mitten“ verewigen möchtet, seid ihr herzlich willkommen uns bei unserem Vorhaben mit einer Spende zu unterstützen. Am Ende werden alle Spender namentlich auf den Mauern von Grandpas Mitten verewigt.
Denn nur gemeinsam werden wir es schaffen! Seid ihr dabei?

Spendenkonto:
Paypal: tapferepfoten@gmail.com
oder bei der Skatbank:
Iban: DE21 8306 5408 0004 0613 49
BIC: GENODEEF1SL2

Kind und Hund- geht das?

Bewerben sich Familien mit Kindern für einen unserer Schützlinge, so legen wir ganz besonderes Augenmerk darauf, welcher Hund zu ihnen passen könnte. In solchen Fällen darf kein Risiko eingegangen werden, sondern es muss von vornherein klar sein, dass der Hund verträglich mit Kindern ist. Gleichzeitig muss im Rahmen einer Vorkontrolle überprüft werden, ob auch die Kinder bereit sind für einen Hund und ob sie bereits etwas über den Umgang mit Hunden gelernt haben.

 

Kinder und Hunde sind sich bis zu einem gewissen Alter der Kinder sehr ähnlich. Beide handeln zunächst instinktiv, was uns Menschen mit zunehmendem Alter leider verloren geht. Auch handeln beide zunächst ohne die Konsequenzen für ihr Handeln abschätzen zu können und auch die Neugierde verbindet sowohl Kind, als auch Hund. Nicht umsonst heißt es, man solle erst dann einen Hund in die Familie holen, wenn das Kind weiß, wann es jemand anderem Schmerzen zufügt.

 

Soll heißen: das Kind muss wissen, dass es wehtut einem anderen Lebewesen an der Rute zu ziehen oder den Finger ins Auge zu stechen. Erst wenn es das weiß, ist das Zusammenleben zwischen Kind und Hund ungefährlich. Davor jedoch, ist es Aufgabe der Eltern Kind und Hund im Auge zu behalten, denn selbst der liebste und toleranteste Hund kann aus Reflex schnappen, wenn man ihm wehtut.

 

Aus diesem Grunde finden sich in unseren Vermittlungstexten oft die Worte „Kinder in der neuen Familie sollten bereits standhaft sein“. Sie sollen also nicht mehr so klein sein, dass sie sofort umfallen, wenn der Hund sie mal freudig anrempelt und gleichzeitig sollen sie bereits in der Lage sein zu verstehen, was man bei einem Hund darf und was nicht.

 

Auch macht es gerade bei sehr kleinen Kindern entgegen der Annahmen mehr Sinn, einen älteren Hund zu adoptieren, dessen Verhalten man bereits abschätzen kann und der bereits eine gewisse Erziehung genossen hat. Denn ein Welpe macht sehr viel Arbeit und gerade im jugendlichen Alter kommt es oft zu Problemen, die ein intensives Training erfordern und neben dem Familienalltag oft kaum zu meistern sind. Bei älteren Kindern kann es jedoch ein tolles Erlebnis sein, gemeinsam einen jungen Hund zu erziehen und sie aktiv einzubinden.

 

Kinder und Hunde können ein tolles Team und Freunde fürs Leben werden. Sie können zusammen groß werden und alles miteinander teilen. Auch der Entwicklung des Kindes wird es gut tun Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen und jegliche Abenteuer mit dem Vierbeiner gemeinsam zu erleben. Doch funktioniert dies nur, wenn sich Hund und Kind respektvoll begegnen. Und damit das gelingt, sind die Eltern gefragt!

 

Gerne beraten wir Sie bei der Anschaffung des richtigen Hundes für Sie und Ihre Familie!


Hitzewelle in Deutschland

 

Momentan zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite, etliche Sonnenstunden bis spät in den Abend hinein und Temperaturen, die zum Eis essen oder schwimmen einladen. Doch so toll es sich auch anhört, für unsere Vierbeiner sind diese Temperaturen oft eine Qual.

 

Hunde tragen ihr Fell immer mit sich, während wir uns bereits durch kurze Hosen und T-Shirts für dieses Wetter wappnen können. Das ist auch der Grund, wieso viele Menschen ihren Hund im Sommer zum Friseur bringen und das Fell kürzen lassen. Grundsätzlich eine gute Idee, solange das Fell immer noch lang und dicht genug ist, um vor Sonnenbränden zu schützen. Genau, ihr hört richtig, SONNENBRÄNDE. Aufgabe des Fells ist es nämlich nicht nur im Winter vor Kälte zu schützen, sondern auch im Sommer vor Verbrennungen der Haut zu schützen.

 

Auch sieht man immer wieder Leute mit ihren Hunden mittags um 15Uhr bei 35Grad spazieren gehen. Eine Qual für die Hunde, denn neben der Tatsache, dass die Hunde schnell überhitzen können und ein Hitzschlag keine Seltenheit ist, kann es auch ganz leicht zu schweren Verbrennungen der Pfoten kommen. Probiert es einmal selbst aus und legt euren Handrücken auf den heißen Asphalt, dann könnt ihr ansatzweise nachempfinden, was der Hund spürt.

 

Apropos Hitzschlag: sollte euer Hund einmal einen Hitzschlag erleiden, leistet sofort erste Hilfe. Bringt den Hund in einen kühlen, dunklen Raum und legt ein kühles/feuchtes Tuch unter ihn. Gebt im schluckweise Wasser, jedoch nicht zu viel auf einmal. Das Wasser und auch das Tuch sollten jedoch nicht eiskalt sein, denn das kann zu einem Herzstillstand führen. Messt seine Temperatur und ruft sofort einen Tierarzt!

 

Bei diesen Temperaturen sollte man am besten frühmorgens und spätabends gassigehen, denn dann kann der Vierbeiner den Spaziergang auch genießen. Gönnt ihm am restlichen Tag Ruhe, viel Schlaf und zwischendurch vielleicht mal ein Bällchen Hundeeis, dann kommt auch er gesund und munter durch den Sommer.

 

Auf den Fotos zu sehen: Lena, Andy, Barney und Spooky, die bereits glücklich vermittelt sind