Vermittlungsablauf

Wir freuen uns sehr darüber, dass Sie sich für einen unserer Hunde interessieren. Die nachfolgende Beschreibung gibt Ihnen Anhaltspunkte, wie wir gemeinsam Ihr jetziges Interesse in ein schönes Tier-Mensch-Team bringen.

 

Die Selbstauskunft

Zunächst möchten wir etwas über Sie erfahren. Dafür finden Sie auf unserer Seite einen Fragebogen, der sich „Selbstauskunft“ nennt. Wir stellen dort nur Fragen, die wir benötigen um Einzuschätzen in welches mögliche Heim unsere Schützlinge kommen. Wir versuchen damit auch zu klären, ob sich Ihre Vorstellungen über das Wesen eines Hundes mit den bekannten Charaktereigenschaften des Hundes decken und welche Erfahrungen Sie bereits haben. Auch interessiert uns, wie Sie den Alltag mit einem Vierbeiner gestalten wollen. Bitte beantworten Sie diese Fragen so ausführlich wie möglich, damit später keine Missverständnisse aufkommen. Hier geht´s zur Selbstauskunft.

 

Die Vorkontrolle

Ein unter Tierschützern geprägter Begriff, der sich aufs Erste gesehen fürchterlich anhört. Nennen wir es dann besser Vorbesuch; nichts anderes wird es sein.

Wir wollen Sie und Ihre Familie dabei persönlich kennenlernen. Klar werfen wir auch einen Blick darauf, dass die Angaben aus der Selbstauskunft passen. Sie wissen selbst, wie geduldig Papier manchmal sein kann. Vorrangig wollen wir den Termin aber auch nutzen, um über einige Themen zur Übernahme und vor allem der ersten Zeit danach zu sprechen. Sicher haben Sie auch viele Fragen die wir klären können.

 

Der Vertrag

Wenn alles passt und wir gemeinsam zu der Entscheidung kommen; ja der Hund soll zu Ihnen kommen – dann braucht es eine Regelung im Sinne des Tierschutzes und des Tierschutzgesetzes. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie das Tier als Adoptant oder als Pflegestelle übernehmen. In beiden Fällen braucht es Regelungen und Verpflichtungen. Schauen Sie sich gern unseren Mustervertrag an, den Sie hier finden. 

Können Sie sich mit den Regeln einverstanden erklären? Ist es etwas unklar, was wir besprechen sollten? Sprechen Sie mit uns; nehmen Sie den Vorbesuch auch dafür in Anspruch. Wir freuen uns auch über jede Anregung.

 

Die Schutzspende

Anders als in deutschen Tierheimen bekommen die Heime und Tierasyle im Ausland wenn überhaupt nur sehr geringe finanzielle Unterstützung. Um eine ausreichende medizinische Versorgung und eine einigermaßen behütete artgerechte Unterbringung unserer Fellnasen zu gewährleisten braucht es finanzielle Unterstützung. Allein die medizinische Versorgung nebst Impfungen und Versorgung akuter Erkrankungen schluckt einen nicht unerheblichen Teil des Geldes. Zudem wollen wir mit der Schutzspende verhindern, dass unsere Hunde vielleicht unüberlegt übernommen werden. Die Höhe der Schutzspende beträgt derzeit 390 € bzw. 350€ für nicht kastrierte Welpen. Variablen sind in Absprache für ältere Tiere  möglich.

 

Die Übernahme

Nach einem langen Transport kommt Ihr Hund am verabredeten Ort an. Bitte bedenken Sie dabei, dass er eine nervenaufreibende und anstrengende Fahrt hinter sich hat. Viele Veränderungen hat er hinter sich und kommt nun zunächst völlig ohne Orientierungspunkt zu Ihnen. Neues Land, neue Menschen und anderes Klima überfordern auch die Hunde oftmals. Wir wünschen uns, dass Sie zur Abholung eine gute Hundeleine mit zwei Karabinern mitbringen. Ihr Hund wird aus Sicherungsgründen Halsband und Geschirr tragen an denen er dann auch bei Ihnen gesichert wird. Lesen Sie dazu auch unsere Ausführungen zur doppelten Hundesicherung. Bedenken Sie auch in Ihren Fahrzeug eine ausreichende Sicherung für den Hund mitzuführen. Ob dies eine Box oder Gurthalterung ist bleibt Ihnen überlassen. Bitte fahren Sie aber zügig mit Ihrem Hund nach Hause. Dort kann er dann zur nötigen Ruhe kommen.

 

Angekommen

Unsere Hunde werden ein paar Stunden vor dem Transport letztmalig gefüttert um zu verhindern dass es unterwegs zu Komplikationen kommt. Auch Hunde können Reisekrank werden. Bedenken Sie, dass das Tier dann inklusive der Fahrt vielleicht 20 Stunden nichts gefressen hat. Wasser wird er ausreichend auch unterwegs bekommen. Bitte füttern Sie ihn zunächst behutsam mit kleinen Portionen; am besten direkt aus der Hand. Das hilft bei der Bindung zwischen Ihnen und Ihrem neuen Mitbewohner. So kommt der Darmtrakt des Hundes langsam wieder in Schwung.

Lassen Sie Ihren neuen Liebling sein neues Heim entdecken. Er wird sich überall umsehen wollen und versuchen sich zu orientieren. Sicher wird er dabei auch sein neues Körbchen oder Kissen entdecken. Gern stellen wir Ihnen wenn erforderlich Körbchen oder Deckchen zur Verfügung. Nach der anstrengenden Fahrt wird er sicher erschöpft sein und sich sehr bald zur Ruhe legen.

 

 

Die ersten Tage

In den ersten Tagen und Wochen wird Ihr neuer Hausgenosse vieles lernen und entdecken wollen. Geben Sie ihm den Raum alles langsam anzugehen. Ein Hund braucht wie ein Mensch Zeit zur Orientierung. Lesen Sie dazu auch unsere Informationsblätter; besonders zum Thema Stubenreinheit. Viele für Sie selbstverständliche Dinge sind ihm vielleicht völlig fremd; angefangen vom Leben in einer Wohnung oder Haus. Er hat vielleicht auch Berührungsängste aus seiner Vergangenheit heraus. Haben Sie Verständnis wenn sich Ihr Hund nicht wie selbstverständlich berühren lässt. Erzwingen Sie nichts und beobachten Ihren neuen Liebling um zu erkennen, was er mag und was eher nicht.

 

Für die ersten Tage haben wir Ihnen hier eine kleine Hilfestellung hinterlegt. Selbstverständlich stehen Ihnen das Team von Tapfere Pfoten jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren.

 

Möchten Sie lieber eine Patenschaft übernehmen? Sehr gerne! Bitte schauen Sie dann hier